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nachruf: vom niedergang eines meistermachers 23. November 2008, 19:57

am heutigen sonntagvormittag wurde armin veh (bild unten) von seinem verein, dem vfb stuttgart, mit sofortiger wirkung beurlaubt. begründet wurde diese entscheidung durch anhaltende erfolgslosigkeit sowie differenzen zwischen sportdirektor horst held und veh. vorerst wird markus babbel als teamchef die leitung des trainings übernehmen.

im jahre 2006 wurde veh überraschend trainer der schwaben und führte diese in der folgesaison zum überraschenden aber dennoch überzeugenden meistertitel. seither gilt der augsburger als meistermacher. wie schnell es allerdings gehen kann, nicht mehr die nötige anerkennung zu erhalten, sehen wir am heutigen morgen. die entlassung des trainers stellt in der heutigen fussballwelt ein beliebtes mittel dar wieder in die erfolgsspur zurückzukehren. dass dies nicht immer die richtige entscheidung sein muss konnte jedoch bereits mehrfach beobachtet werden. die entscheidung mag aus erfolgssicht nachvollziehbar sein, dennoch soll die leistung von armin veh nicht vergessen werden. nicht jeder trainer dürfte in der lage sein einen verein wie den vfb stuttgart in seiner damaligen zusammensetzung und allgemeinen konstitution zum meister zu machen.

veh zeichnete sich auch in der stunde seines niedergangs mit seiner ehrlichkeit aus. bereits vor dem vergangenen spieltag räumte er fehler in der personalpolitik ein und verkündete seine machtlosigkeit in zeiten der krise. man sagt, “ehrlichkeit währt am längsten”. dass derartige annahmen nicht zutreffen beweist die entlassung des trainers. seine grenzenlose ehrlichkeit währte lediglich bis zum heutigen morgen.

das schnelllebige geschäft des heutigen fußballs zwang die stuttgarter wohl zu dieser entscheidung. die opferrolle nimmt hierbei armin veh ein. vor allem angesichts der tatsache, dass die vereinsbosse nur wenig worte des danks und der anerkennung finden konnten, was meiner bescheidenen meinung nach respektlos erscheint, da veh den größten vereinserfolg der vergangenen 15 jahre realisieren konnte. der weg des persönlichen erfolgs fordert stetig externe opfer - “auf dem weg nach oben müssen köpfe rollen”.

wir wünschen herrn veh für die zukunft alles gute und danken ihm für seine hervorragende arbeit für den verein. aber kein opfer wird je vergessen - zumindest nicht von denjenigen die die leistung von herrn veh zu würdigen wissen!

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