comeback der weißen pracht 22. November 2008, 21:51
der winter ist da. so lautet die erkenntnis des wochenendes. alles begann ende der woche mit dem sturmtief irmela. das tiefdruckgebiet nahm vor allem die nördliche hälfte, später auch die südliche, unseres landes in beschlag. wie sagt man so schön: “alles gute kommt von oben“. gemessen an irmela sollten wir uns allerdings fragen, ob das wirklich so richtig ist. beeinträchtigt durch schneemassen, glätte und sturmschäden dürften einige bürger diesem satz wohl eine gewisse ironie beimessen dürfen.
angesichts dieser tatsachen können wir wohl nicht von einer “pracht” sprechen. unbestritten besitzt die jahreszeit einen gewissen reiz und der spaß an wintersport ist auch nicht zu verleugnen. jedoche stelle ich hiermit die forderung, den winter nur da einzug halten zu lassen, wo er nicht schadet. in der stadt braucht niemand schnee, er stört doch nur. die kälte ist auch nicht unbedingt vorteilhaft. wieso lässt sich väterchen frost also nicht einfach mal nur dort nieder, wo er uns spaß macht und gleichzeitig den einheimischen die nötigen vorteile bringt? z.b. in den alpen und mittelgebirgen, wo die leidende tourismusbranche vom weißen kleid profitiert ist doch schnee sicherlich kein hinderniss. hier, inmitten der häuserschluchten, können wir uns damit leider nur schwer anfreunden. der schnee verursacht hier nur kosten und unannehmlichkeiten!
wie bitte soll mehrfach, beinahe zwiebelartig verpackt noch das schöne geschlecht bewundert werden? die tage sind kürzer, die nächte länger (was ja nicht unbedingt ein nachteil sein muss) und die unterhosen werden auch nicht kürzer - zumindest bei der älteren generation.
“betrunkene und kinder sagen immer die wahrheit” oder auch “kindermund tut wahrheit kund“. sollten diese weißheiten zutreffen, so gewinnt folgende stilblüte eines kindes an bedeutung: “im winter legen die hühner keine eier, weil ihr eierloch zufriert“. deutlicher könnte unsere ohnmacht nicht sein. in diesem sinne, möge der frühling kommen …

